Trotz der Abdankung von Großherzog Henri von Luxemburg im Oktober 2025 möchte das ehemalige großherzogliche Paar weiterhin im öffentlichen Leben präsent sein und sich weiterhin für das Wohl der luxemburgischen Bevölkerung einsetzen. Da sie nun von einem Großteil ihrer offiziellen Aufgaben entbunden sind, werden sie sich vor allem durch die Aktivitäten ihrer Stiftung engagieren, die nach ihrer Umbenennung eine tiefgreifende Umstrukturierung angekündigt hat.
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Die „Fondation Henri-Maria Teresa“ wird gegründet, um das Werk der ehemaligen Herrscher fortzuführen
Großherzog Henri von Luxemburg dankte am 3. Oktober 2025 im Alter von 70 Jahren und im Jahr seines 25-jährigen Regierungsjubiläums ab. Mit der Abdankung verlor er sein Amt als Oberhaupt, das nun sein ältester Sohn, der neue Großherzog Guillaume, übernimmt. Großherzog Henri ist somit offiziell im Ruhestand, will aber sein öffentliches Leben nicht vollständig aufgeben. An seiner Seite hat auch Großherzogin Maria Teresa beschlossen, ihre Aktivitäten fortzusetzen, insbesondere durch ihre eigene Stiftung.

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Am 14. Februar 1981 heiratete der Erbgroßherzog Henri von Luxemburg Maria Teresa Mestre. Kurz darauf gründeten die Jungvermählten ihre Stiftung, die damals den Namen „Fondation Prince Henri-Princesse Maria Teresa” trug. Im Jahr 2000 bestieg Großherzog Jean und sein Sohn Großherzog Henri den großherzoglichen Thron. Einige Monate später, im Jahr 2001, wurde die Stiftung in „Fondation du Grand-duc Henri et de la Grande-duchesse Maria Teresa” (Stiftung von Großherzog Henri und Großherzogin Maria Teresa) umbenannt. Nach der Abdankung von Großherzog Henri im Oktober kündigte die Stiftung im vergangenen Oktober eine letzte Namensänderung an. Außerdem gab sie bekannt, dass sich ihre Aktivitäten ändern werden.
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Um Großherzog Guillaume und Großherzogin Stéphanie, die nun an der Spitze der großherzoglichen Familie stehen, nicht in den Schatten zu stellen, haben die ehemaligen Herrscher beschlossen, ihre Titel aus dem Namen ihrer Organisation zu streichen. Künftig wird sie als „Fondation Henri-Maria Teresa” firmieren. Dies gab die Stiftung in ihren sozialen Netzwerken bekannt und veröffentlichte dabei das neue Logo sowie die Grundzüge der Entwicklung innerhalb der Gesellschaft. Derzeit ist die Website der Stiftung aufgrund von Wartungsarbeiten zur Aktualisierung ihrer Informationen nicht erreichbar.
Am 21. Januar gab die Fondation Henri-Maria Teresa außerdem ihren Umzug aus dem Gebäude in Colmar-Berg bekannt. Die Stiftung wird in die Hauptstadt umziehen und sich in Findel niederlassen. Auch die ehemaligen Herrscher sollen umziehen und das Schloss in Colmar-Berg verlassen, das laut Verfassung als offizielle Residenz des Oberhauptes gilt. Die neue Struktur wird von Françoise Binsfeld geleitet, die die Leitung der Stiftung übernimmt.

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Drei Schwerpunkte: Unterstützung in Luxemburg, Lernstörungen und internationale humanitäre Nothilfe
Die Stiftung gab auch einen Überblick über die sozialen Aktivitäten, denen sich Henri und Maria Teresa künftig widmen werden. Das ehemalige großherzogliche Paar hat beschlossen, sich auf drei Schwerpunkte zu konzentrieren: spezifische Projekte in Luxemburg, Lernstörungen und internationale humanitäre Nothilfe.

Die erste Säule wird mit der Einrichtung von Stipendien Gestalt annehmen. Die Stiftung plant, besonders benachteiligte Menschen mit Stipendien zu unterstützen. Die zweite Säule betrifft die Unterstützung von Kindern und Erwachsenen mit Lernstörungen. Dieser Schwerpunkt wird mit Hilfe von Prinz Louis, dem dritten Sohn von Henri und Maria Teresa, der selbst seine Legasthenie überwunden hat, weiter ausgebaut. Die dritte Säule schließlich betrifft die internationale humanitäre Hilfe, die sich hauptsächlich um das Thema benachteiligte Frauen drehen wird.
Der wichtigste Bereich, der weggefallen ist, betrifft die Sozialhilfe in Luxemburg. Dieses Thema wurde an die Stiftung Großherzog Guillaume et Grande-Duchesse Stéphanie übertragen, die anlässlich der Thronbesteigung von Guillaume gegründet wurde. Dieses Thema scheint in den direkten Zuständigkeitsbereich des Souveräns und seiner Gattin zu fallen.