König Philippe von Belgien hat ein Zementwerk der Holcim-Gruppe besucht. Dieser Produktionsstandort ist sich der Umweltauswirkungen der Bauindustrie bewusst und versucht, durch den Bau einer neuen Anlage die CO₂-Emissionen bei der Zementherstellung zu reduzieren.
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König Philippe auf der Baustelle des Holcim-Werks in Belgien
Der belgische König Philippe, 65 Jahre alt, besuchte am Dienstag, dem 17. März 2026, Obourg, einen Ortsteil der Stadt Mons in der Provinz Hennegau. Der belgische König besuchte das Unternehmen Holcim Belgium, eine belgische Tochtergesellschaft des Schweizer Konzerns Holcim. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts gab es in Obourg ein Zementwerk. Nach zahlreichen Fusionen und Übernahmen im Laufe der Jahrzehnte ging das Zementwerk 2002 in den Besitz von Holcim über.


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König Philippe zeigte sich interessiert an der Herausforderung, der sich das Unternehmen gestellt hat. Mit seinem Projekt GO4ZERO strebt Holcim an, seine Zementproduktion auf CO2-Neutralität umzustellen. Zement ist ein unverzichtbarer Baustoff, doch seine Herstellung ist eine der Hauptquellen für CO2-Emissionen. Zur Herstellung von Beton benötigt man Zement, Sand- oder Kiesgranulate, Wasser und chemische Zusatzstoffe. Die Gewinnung und Herstellung sind sehr energieintensiv.

Bei der Herstellung von Beton verursacht die Zementproduktion die meisten Treibhausgasemissionen. Laut der Plattform HelloCarbo verursacht die Zementproduktion 7 % der weltweiten Kohlendioxidemissionen (CO2) – dreimal so viel wie der Flugverkehr.

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König Philippe besuchte die Baustelle von Holcim Belgium, wo durch den Bau eines neuen Werks eine tiefgreifende Umgestaltung der Zementproduktion angestrebt wird. Dies entspricht einer Investition von 500 Millionen Euro. Das Werk soll 2029 in Betrieb gehen. Es soll zunächst etwa 1,8 Millionen Tonnen kohlenstoffarmen Zement pro Jahr produzieren und langfristig eine Jahresproduktion von 8 Millionen Tonnen erreichen. Während der Bauphase schafft das Projekt zudem Arbeitsplätze in der Region.

König Philippe ließ sich die Technologien erläutern, die diesen Umbau ermöglichen. Dazu gehört insbesondere der Bau eines neuen Klinkerofens der neuesten Generation, der energieeffizienter ist und alle aktuellen Normen erfüllt. In einem zweiten Schritt ist auch die Einrichtung eines Systems zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid geplant. Nach der Abscheidung im Werk wird das CO₂ gereinigt und zur Nordsee transportiert, wo es in ehemaligen Kohlenwasserstofflagerstätten gespeichert wird.