Am Mittwoch besuchte zum ersten Mal ein indischer Handelsminister Liechtenstein, um über den Aufbau einer Handelspartnerschaft zwischen Indien und dem Fürstentum zu sprechen. Erbprinz Alois nutzte den Besuch des indischen Ministers Piyush Goyal in seinem Land, um ihn zu einer Audienz im Schloss Vaduz einzuladen.
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Erster Besuch eines indischen Handelsministers in Liechtenstein
Der 57-jährige Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein empfing den indischen Minister für Handel und Industrie, Piyush Goyal, im Schloss Vaduz. Die liechtensteinische Regierung betont, dass dies der erste Besuch eines indischen Handelsministers in ihrem Land ist. Dieser Besuch ist ein wichtiger Schritt zur Vertiefung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern, insbesondere im wirtschaftlichen Bereich.


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Kronprinz Alois ist seit 2004 Regent des Fürstentums und fungiert somit im Namen seines Vaters, Fürst Hans-Adam II., als höchster Vertreter Liechtensteins. Am nächsten Tag fand im Schloss Vaduz der traditionelle Neujahrsempfang in Anwesenheit der Fürstenfamilie statt. Kronprinz Alois war jedoch krankheitsbedingt abwesend. Seine Audienz mit dem indischen Minister war daher sein letzter Termin, bevor er sich einige Tage zur Erholung zurückzog.

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Der indische Minister wurde auch von Regierungschefin Brigitte Haas und Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni zu Höflichkeitsbesuchen eingeladen. Bei den von der Liechtensteinischen Industrie- und Handelskammer (LIHK) organisierten Gesprächen mit verschiedenen liechtensteinischen Partnern ging es darum, die Grundlagen für die neuen bilateralen Wirtschaftsbeziehungen, die Umsetzung des Handels- und Wirtschaftspartnerschaftsabkommens (APEC) und die EFTA-Mitgliedstaaten zu schaffen und ein mögliches Doppelbesteuerungsabkommen zu erörtern.


Das neue Freihandelsabkommen zwischen Indien und den EFTA-Ländern (zu denen auch Liechtenstein gehört) „eröffnet neue Handels- und Investitionsmöglichkeiten und bietet Unternehmen beider Seiten einen erweiterten Marktzugang und verbesserte Rahmenbedingungen“, erklärt die liechtensteinische Regierung in ihrer Mitteilung. „Die Gespräche drehten sich um die Förderung von Investitionen, die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze, den Abbau von Handelshemmnissen, die Stärkung der Lieferketten und Möglichkeiten für eine verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Berufsbildung.“