Fürst Albert gibt seine Leidenschaft für Philatelie und Numismatik an Erbprinz Jacques weiter

Wie andere kleine Staaten hat auch Monaco die Philatelie und Numismatik zum nationalen Kulturerbe erklärt. Am Dienstag zeigte Fürst Albert II. erneut sein Interesse an Briefmarken und Münzen, als er gemeinsam mit seinem jungen Erbprinzen, Erbprinz Jacques, eine Ausstellung eröffnete.

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Fürst Albert II. und Erbprinz Jacques feiern das 30-jährige Bestehen des Briefmarken- und Münzmuseums

Monegassische Briefmarken gehören zu den Sammlerstücken, um die sich Philatelisten reißen. Monegassische Münzen erleben aufgrund ihrer Seltenheit dasselbe Schicksal. Fürst Albert II. besitzt selbst eine der größten Briefmarkensammlungen der Welt. Das Gesicht von Fürst Albert wurde 1963 zum ersten Mal auf einer Briefmarke abgebildet, als er erst 5 Jahre alt war. Er war auf dieser Briefmarke neben seiner älteren Schwester, Prinzessin Caroline, zu sehen, und zwar auf einer Sonderserie, die der Unterzeichnung der UN-Kindercharta gewidmet war.

Das Oberhaupt des monegassischen Staates und sein Thronfolger besuchen das Briefmarken- und Münzmuseum (Foto: Frédéric Nebinger / Fürstenpalast)
Fürst Albert II. und Erbprinz Jacques posieren vor einer Briefmarke mit dem Bildnis von Prinzessin Grace (Foto: Frédéric Nebinger / Fürstenpalast)

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Am 24. März 2026 besuchte der 65-jährige Fürst Albert II. von Monaco anlässlich des 30-jährigen Jubiläums das Briefmarken- und Münzmuseum. Der monegassische Herrscher wurde von seinem Sohn, dem 11-jährigen Erbprinzen Jacques, begleitet. Die Anwesenheit des Thronfolgers zeigt den Wunsch des Oberhauptes, diese Leidenschaft an Jacques weiterzugeben. Philatelie und Numismatik dienen dem Fürstentum seit langem als Werbemittel. Briefmarken und Münzen werden von manchen Sammlern als Artefakte des kleinen Fürstentums angesehen, was ihnen das Gefühl gibt, ein Andenken oder einen kleinen Teil dieses Landes zu besitzen, das zum Träumen einlädt.

Der Fürst von Monaco und der Marquis des Baux besuchen die Ausstellung (Foto: Frédéric Nebinger / Fürstenpalast)

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Fürst Albert gibt seine Leidenschaft für die Philatelie an seinen Erben weiter

Anlässlich dieses 30-jährigen Jubiläums präsentiert das Museum die Ausstellung „Vom Münzmuseum zum Museum für Briefmarken und Münzen“. Diese Ausstellung entführt die Besucher in das Herz der Geschichte und des Erbes dieser Institution. Die ersten monegassischen Briefmarken wurden 1885 von Prinz Charles III. entworfen, nachdem das Fürstentum dem Weltpostverein beigetreten war, einer 1874 gegründeten Organisation zur Erleichterung des internationalen Postverkehrs.

Erbprinz Jacques trägt sich in das Gästebuch der Ausstellung ein (Foto: Frédéric Nebinger / Fürstliches Schloss)

Im Jahr 1968 beschloss der französische Staat, die Pariser Druckerei vom Boulevard Brune nach Boulazac am Stadtrand von Périgueux zu verlegen. In Boulazac werden bis heute die französischen Briefmarken sowie die des Fürstentums gedruckt. Die Münzen hingegen werden von der Monnaie de Paris geprägt. Ab dem 18. Jahrhundert tauchen monegassische Münzen im Pezzetta-Format auf. Später wird die Währung an das französische Livre tournois und anschließend an den französischen Franc gekoppelt. Im Jahr 1837 wurden die ersten monegassischen Münzen, die an den französischen Franc gekoppelt waren, mit dem Kopfbild von Fürst Honoré V. geprägt. Auch die nachfolgenden Herrscher ließen ihr Porträt auf Münzen prägen. In den Jahren 1999–2002 führte Monaco, wie Frankreich, den Euro ein.

Die Unterschriften von Fürst Albert und Erbprinz Jacques im Gästebuch der Ausstellung „Vom Münzmuseum zum Briefmarken- und Münzmuseum“ (Foto: Frédéric Nebinger / Fürstlicher Palast)

Fürst Albert II. und sein Sohn besuchten die Ausstellung und trugen sich anschließend in das Gästebuch ein. Der Fürst und der Marquis des Baux entwerteten zudem den Ersttagsbrief, auf dem Sonderbriefmarken angebracht sind, die anlässlich des Jubiläums des Museums herausgegeben wurden. Fürst Albert II. besitzt selbst eine der größten Briefmarkensammlungen der Welt. Sein Großvater, Fürst Albert I., erwarb die Sammlung von Reverend G.G. Barbier, einem englischen Pfarrer, der eine bedeutende Sammlung zusammengetragen hatte. Diese Sammlung wurde an die Nachfolger von Albert I. weitergegeben und erweitert.

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Nicolas Fontaine

Rédacteur en chef

Nicolas Fontaine est un journaliste spécialisé dans les familles royales et l'histoire des monarchies européennes et mondiales. Nicolas Fontaine a fondé Histoires Royales, le premier média en ligne dédié à l'actualité des têtes couronnées en 2019. nicolas@histoiresroyales.fr