Großherzog Guillaume feiert die kulturelle Vielfalt beim Festival der Migration

Zum ersten Mal nahm Großherzog Guillaume am Festival der Migration, der Kulturen und der Bürgerschaft teil. Diese Veranstaltung rückt die kulturelle Vielfalt des Großherzogtums Luxemburg in den Vordergrund und würdigt den Ausdruck aller Identitäten, die es auf der Welt gibt.

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Großherzog Guillaume schätzt die kulturelle Vielfalt des Großherzogtums

Der 44-jährige Großherzog Guillaume von Luxemburg tritt in die Fußstapfen seiner Eltern. Am 3. Oktober dieses Jahres dankte sein Vater, Großherzog Henri, zu seinen Gunsten ab, und Guillaume setzt nach und nach seine Vision für das Großherzogtum um. Was die Weltoffenheit und die Würdigung der Vielfalt angeht, scheint der neue Herrscher in die Fußstapfen seiner Vorgänger zu treten. Mit einer kubanischen Mutter, deren Familie nach Europa ausgewandert ist, hat Guillaume schon immer die Notwendigkeit erkannt, sich der Welt zu öffnen.

Großherzog Guillaume präsentiert ein Paar ungleiche Socken – ein Symbol der Unterstützung für den Internationalen Tag des Down-Syndroms – neben der Beigeordneten der Stadt Luxemburg, Corinne Cahen, und dem Minister für Familie, Solidarität, Zusammenleben und Aufnahme, Max Hahn (Foto: Jean-Claude Ernst/LUXPRESS)
Großherzog Guillaume trifft vor der LuxExpo auf den Schauspieler und Sänger Charles Suberville (Foto: Jean-Claude Ernst/LUXPRESS)

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Am 21. März 2026 besuchte Großherzog Guillaume zum ersten Mal als neuer luxemburgischer Herrscher das 43. Festival der Migration, der Kulturen und der Bürgerschaft. Dieses Festival wurde 1981 vom Verbindungsausschuss der Ausländerverbände (CLAE) ins Leben gerufen und umfasste damals nur wenige Stände auf dem Guillaume-II-Platz. Heute ist das Festival ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Lebens in Luxemburg.

Minister Max Hahn, die Präsidentin des CLAE, Coumba Fall, und Großherzog Guillaume (Foto: Jean-Claude Ernst/LUXPRESS)

Letztes Jahr hatten seine Eltern diese Messe besucht, die jährlich in der LuxExpo – The Box stattfindet. Die Veranstalter des Festivals erklären, dass es in einer Welt, die „von Kriegen und Gewalt geprägt ist, eine notwendige Maßnahme ist, die Vielfalt der Kulturen zu feiern und die Verbindungen zwischen Erinnerung, Solidarität und Bürgerschaft zu stärken, um gerechtere Gesellschaften und eine gemeinsame Zukunft aufzubauen“. Der 21. März ist zudem der Internationale Tag des Down-Syndroms, der die Inklusion der gesamten Bevölkerung unterstreicht.

Zahlreiche Nationen präsentieren ihre Traditionen (Foto: Jean-Claude Ernst/LUXPRESS)

Diese Initiative steht in vollem Einklang mit der allerersten Rede, die Guillaume als neuer Großherzog von Luxemburg gehalten hat. Kaum hatte er im vergangenen Oktober vor der Abgeordnetenkammer seinen Eid abgelegt, hielt er bereits seine erste Rede als Oberhaupt. „Ich möchte der Großherzog sein, der Brücken zwischen den Generationen, zwischen Tradition und Innovation schlägt. Ich werde mich dafür einsetzen, Brücken zwischen den Menschen zu bauen und so zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft beizutragen“, hatte Guillaume erklärt.

Großherzog Guillaume bei seinem Besuch beim Festival des migrations (Foto: Jean-Claude Ernst/LUXPRESS)
Ein Künstler überreicht dem Großherzog sein Porträt (Foto: Jean-Claude Ernst/LUXPRESS)

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Ein Festival, das den Aufbau einer solidarischeren Gesellschaft fördern soll

Zwei Tage lang bietet das Festival Lese-Workshops, Einführungen in traditionelle Tänze und Begegnungen mit Autoren an, und an zahlreichen Ausstellungsständen können die Besucher auf eine Reise gehen. Großherzog Guillaume traf am frühen Samstagnachmittag ein, begleitet vom Minister für Familie, Solidarität, Zusammenleben und Aufnahme, Max Hahn, sowie der Beigeordneten der Stadt Luxemburg, Corinne Cahen.

Großherzog Guillaume besucht den Stand Portugals (Foto: Jean-Claude Ernst/LUXPRESS)

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„Das Großherzogtum verfügt über einen weiteren einzigartigen Vorteil: eine multikulturelle und multinationale Bevölkerung“, hatte Großherzog Guillaume in seiner Antrittsrede erklärt und daran erinnert, dass im Laufe der Jahrzehnte viele Menschen nach Luxemburg gekommen sind, um hier zu leben und zu arbeiten. „Einige, die aus Südeuropa oder den Nachbarländern kamen, sind seit langem unsere Mitbürger. Andere sind erst kürzlich im Zuge der Globalisierung und der Diversifizierung unserer Wirtschaft zu uns gekommen. Wieder andere haben hier Zuflucht gefunden, auf der Flucht vor Krieg oder Armut“.

Großherzog Guillaume am Stand Marokkos (Foto: Jean-Claude Ernst/LUXPRESS)

Nach den neuesten offiziellen Bevölkerungsstatistiken zählt Luxemburg 672.000 Einwohner, von denen 47 % lediglich ansässig sind und nicht die luxemburgische Staatsangehörigkeit besitzen. Etwa 15 % der gesamten luxemburgischen Bevölkerung sind portugiesischer Staatsangehörigkeit. Diese Vielfalt an Nationalitäten ist für Großherzog Guillaume „ein wirtschaftlicher, aber auch kultureller Reichtum, der unser Land tief geprägt und unsere Identität geformt hat. Ich bin stolz darauf, als neuer Großherzog auch an ihrer Seite zu stehen.“ 

Großherzog Guillaume packt seine Überraschungskiste aus (Foto: Jean-Claude Ernst/LUXPRESS)

Der Dokumentarfilm „Kulturelle Vielfalt und Zivilisation im Sudan“ wurde an diesem Samstag gezeigt und lud die sudanesische Gemeinschaft in Luxemburg dazu ein, einen Moment des Austauschs und der Begegnung mit den Besuchern zu erleben. Auf der großen Bühne fand ein Konzert mit orientalischen Melodien statt, während auf einer anderen Bühne ein Theater-Slam von jungen Flüchtlingen aufgeführt wurde. Debatten, Filmvorführungen und Aufführungen, die von lettischer Folklore über Capoeira bis hin zu urbanem Tanz reichen, stehen ebenfalls auf dem Programm.

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Nicolas Fontaine

Rédacteur en chef

Nicolas Fontaine est un journaliste spécialisé dans les familles royales et l'histoire des monarchies européennes et mondiales. Nicolas Fontaine a fondé Histoires Royales, le premier média en ligne dédié à l'actualité des têtes couronnées en 2019. nicolas@histoiresroyales.fr