Großherzog Guillaume und Großherzogin Stéphanie von Luxemburg besuchten das Nationalmuseum um Fëschmaart, um der Präsentation ihrer offiziellen Porträts und einer Büste beizuwohnen. Die Gemälde und die Skulptur waren anlässlich der Thronbesteigung von Guillaume in Auftrag gegeben worden und setzen eine jahrhundertealte Tradition fort, Herrscher in verschiedenen Gewändern und Posen darzustellen.
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Präsentation der Porträts und Büsten der neuen luxemburgischen Herrscher im Nationalmuseum
Die Anfertigung offizieller Porträts von Herrschern ist eine jahrhundertealte Tradition, die in mehreren Monarchien zu finden ist. Porträts und Skulpturen ermöglichten es der Bevölkerung früher, sich ein Bild von ihrem Monarchen zu machen, zu einer Zeit, als Fotografien noch selten oder gar nicht existierten. Heutzutage dienen Porträts vor allem dazu, das Oberhaupt in einem institutionellen Rahmen darzustellen und das Know-how und Talent der Künstler hervorzuheben, die das Privileg hatten, diese Kunstwerke zu schaffen.


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Am Donnerstag, dem 15. Januar 2026, absolvierten der 44-jährige Großherzog Guillaume und die 41-jährige Großherzogin Stéphanie ihren ersten gemeinsamen Auftritt zu Beginn des Jahres. Das großherzogliche Paar besuchte das Nationalmusée um Fëschmaart, wo eine Zeremonie zur Präsentation ihrer offiziellen Porträts stattfand. Die Gemälde der neuen Herrscher sind nun bis zum 1. Februar 2026 für alle Besucher des Museums zu sehen. Die Ausstellung umfasst auch eine Büste von Großherzog Guillaume.



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Großherzog Guillaume und Großherzogin Stéphanie vor ihren offiziellen Porträts und Büsten
Am 3. Oktober 2025 dankte Großherzog Henri von Luxemburg nach 25 Jahren Regierungszeit zugunsten seines Sohnes ab. Großherzog Guillaume hat seit kurzem die Aufgaben des Oberhauptes übernommen, doch die Abdankung war bereits seit etwa zehn Monaten in Vorbereitung, sodass der Maison du Grand-Duc genügend Zeit blieb, um Kunstwerke in Auftrag zu geben, die Guillaume in seiner neuen Funktion darstellen.

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Die Gemälde und die Büste sind Werke der Künstler Serge Ecker, Andrew Gow, Louise Pragnell und Roland Schauls. Das Museum erklärt, dass zahlreiche spezialisierte Handwerker an ihrer Herstellung beteiligt waren. Die Rahmenbauer haben „die Rahmen nach traditionellen Methoden maßgeschneidert entworfen und angefertigt”. Für die Herstellung der Büste waren moderne Techniken wie 3D-Scanning erforderlich. Eine auf Kunst spezialisierte Gießerei hat ihre Handwerker mobilisiert, um die Bronzen herzustellen.

Das Museum betont auch, dass die Werke bewusst eine andere Sichtweise bieten als die, die man sich von offiziellen Porträts eines Oberhauptes vorstellen kann. Ziel ist es auch, „eine besonders dynamische Kunstszene” zu präsentieren, zu Beginn der Regierungszeit von Guillaume, der ebenso wie seine Frau der Kunst große Bedeutung beimisst. Mehrere Gemälde wurden bereits von der Maison du Grand-Duc anlässlich der Thronbesteigung von Guillaume in Form von Fotos vorgestellt.

