König Philippe will die Zusammenarbeit zwischen Flandern und Wallonien stärken

Es handelt sich um eine äußerst symbolträchtige königliche Initiative, von der auch das ganze Land profitieren könnte. König Philippe von Belgien, Symbol der Einheit seines Landes, hat seinen ersten zweitägigen interregionalen Wirtschaftsbesuch begonnen. Am Dienstag, dem ersten Tag, traf der belgische König mit Unternehmensführern in Wallonien zusammen.

Lesen Sie auch: Prinzessin Éléonore strahlt an ihrem 18. Geburtstag mehr königliche Würde aus denn je

Am ersten Tag seiner überregionalen Wirtschaftsreise möchte König Philippe das Potenzial Walloniens aufzeigen

Der 66-jährige König Philippe von Belgien unternimmt am 21. und 22. April 2026 seine allererste interregionale Wirtschaftsmission. Diese Wirtschaftsmission orientiert sich an dem Modell der Wirtschaftsmissionen, die üblicherweise von einem Mitglied der Königsfamilie im Namen des Königs geleitet werden und die Belgien zweimal jährlich im Ausland durchführt. Das Ziel ist dasselbe: die Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien zu fördern. Anstatt zwischen einem anderen Land und Belgien wird diese Zusammenarbeit zwischen zwei Regionen des Landes gefördert.

König Philippe reist am 21. April mit dem Zug (Foto: Königspalast/Koninklijk Paleis)
König Philippe bei seinem Besuch bei Sonaca (Foto: Königspalast/Koninklijk Paleis)

Lesen Sie auch: Prinzessin Eleonore stellt zu ihrem 18. Geburtstag gemeinsam mit König Philippe ein berühmtes Foto nach

Das Programm dieses ersten interregionalen Besuchs wird von Voka (einem Unternehmensnetzwerk in Flandern) und AKT for Wallonia (seinem wallonischen Pendant) organisiert. Der Palast erklärt, dass das Ziel dieses auf Initiative des Königs organisierten Besuchs darin besteht, „die belgische Wirtschaft in einem zunehmend wettbewerbsorientierten und unsicheren internationalen Umfeld zu stärken, indem die Wirtschaftsakteure im Norden und Süden des Landes einander nähergebracht und die regionalen Komplementaritäten hervorgehoben werden.“

Der König der Belgier lässt sich über das Verfahren zur Sanierung und Entgiftung von Bauschutt erklären (Foto: Königspalast/Koninklijk Paleis)
König Philippe bei einem Treffen bei DEME (Foto: Königspalast/Koninklijk Paleis)

Lesen Sie auch: König Philippe und Königin Mathilde laden junge Sonderpädagogen zum Abendessen ein

Und das aus gutem Grund: Während Flandern der wichtigste Handelspartner Walloniens ist, steht Wallonien für Flandern erst an dritter Stelle. Laut AKT for Wallonia entfallen 26 % der wallonischen Verkäufe auf Flandern, während 14 % der flämischen Verkäufe in Wallonien getätigt werden. Flandern hat im Jahr 2025 209 Millionen Euro in Wallonien investiert und damit fast 400 Arbeitsplätze geschaffen. Es ist zudem festzustellen, dass in zehn Jahren 25 % mehr wallonische Arbeitnehmer nach Flandern pendeln, um dort zu arbeiten, während dieser Anstieg in umgekehrter Richtung laut Forem nur 5 % beträgt.

Diese interregionale Wirtschaftsmission ist ein neuartiges Format für einen königlichen Besuch, das von König Philippe ins Leben gerufen wurde (Foto: Königspalast/Koninklijk Paleis)
König Philippe mit Fabien Pinckaers, dem Chef und Gründer von Odoo (Foto: Königspalast/Koninklijk Paleis)
König Philippe im Gespräch mit Mitarbeitern (Foto: Königspalast/Koninklijk Paleis)

An diesem ersten Tag besuchte König Philippe vier Unternehmen, begleitet von rund vierzig Führungskräften aus beiden Regionen. Das erste Unternehmen war Odoo, ein Unternehmen, das durch das Angebot von Verwaltungssoftware ein rasantes internationales Wachstum verzeichnen konnte. König Philippe besuchte das ebenfalls international tätige Unternehmen IBA, das medizinische Technologien entwickelt. Der dritte Besuch fand bei der DEME Group Environnement statt, die auf die Sanierung von Industriebrachen spezialisiert ist. Und schließlich erfolgte der letzte Besuch beim Luftfahrtunternehmen Sonaca.

Avatar-Foto
Nicolas Fontaine

Rédacteur en chef

Nicolas Fontaine est un journaliste spécialisé dans les familles royales et l'histoire des monarchies européennes et mondiales. Nicolas Fontaine a fondé Histoires Royales, le premier média en ligne dédié à l'actualité des têtes couronnées en 2019. nicolas@histoiresroyales.fr