Anlässlich des Thronfestes reisten König Mohammed VI., sein Sohn und sein Bruder nach Tetouan, wo die traditionellen Zeremonien zur Verleihung der militärischen Diplome und zur Treuebekundung stattfanden. An diesem Nationalfeiertag steht der marokkanische Monarch im Mittelpunkt, was die Verbundenheit des Volkes mit seinem König verdeutlicht.
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König Mohammed VI. verleiht den Offizieren des neuen Jahrgangs der Militärschulen ihre Dienstgrade
Der Thronfesttag ist einer der Nationalfeiertage, die in Marokko am 30. Juli begangen werden, um an den Tag der Thronbesteigung von König Mohammed VI. zu erinnern. Der König trat am 23. Juli 1999 die Nachfolge seines Vaters an, doch die Thronbesteigungszeremonie fand erst eine Woche später statt. Die Feierlichkeiten erstrecken sich über zwei Tage. Am 30. Juli nahm König Mohammed VI. im Rahmen einer Zeremonie auf einem Platz in M’diq die Glückwünsche der Behörden entgegen.

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Am 31. Juli reiste König Mohammed VI. nach Tetouan, um den 27. Jahrestag seiner Thronbesteigung zu feiern. Dieser zweite Festtag umfasste zwei Feierlichkeiten. Die erste war die Vereidigungszeremonie der Offiziersabsolventen der großen Militär- und paramilitärischen Hochschulen und Institute sowie der aus den Reihen beförderten Offiziere. Die zweite war die Treueidzeremonie, ein symbolträchtiges Ereignis, das als das Herzstück dieses Tages gilt.

Das Thronfest wurde 1933 ins Leben gerufen und orientiert sich an einem Fest, das in Ägypten seit 1923 begangen wird. Es umfasst eine Reihe von Ritualen, die eingeführt wurden, um eine Kontinuität mit der Vergangenheit herzustellen und der Bevölkerung Verhaltensnormen im Umgang mit dem Herrscher zu vermitteln. Die Bay’a ist ein traditioneller Treueeid im Islam, der das Volk und seinen Herrscher miteinander verbindet und als gegenseitiger Vertrag über Loyalität, Schutz und Gehorsam dient.

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Auch die Rolle des Königs als Oberbefehlshaber und Generalstabschef der Königlichen Streitkräfte (FAR) wird anlässlich des Thronfestes gewürdigt. Dem Monarchen kommt die Ehre zu, den neu beförderten Offizieren die Schulterklappen zu überreichen. König Mohammed VI. taufte zudem den neuen Offiziersjahrgang und gab ihm den Namen Laâyoune. Mit ihren 260.000 Einwohnern ist Laâyoune die größte Stadt der Westsahara. In Begleitung seines Sohnes, des Kronprinzen Moulay El Hassan, und seines Bruders, des Prinzen Moulay Rachid, hielt der König von Marokko eine Rede, um den Offizieren zu gratulieren.

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Treueeidzeremonie und Festzug auf dem Platz von Tétouan
Nach dem militärischen Teil folgte der symbolische Teil. Die Zeremonie begann mit der Erneuerung des Treueids, der vom Innenminister abgelegt wurde. Die Vertreter der zwölf Regionen und Präfekturen des Landes, die alle ganz in Weiß gekleidet waren, grüßten den König, während Worte der Zufriedenheit und des Segens gesprochen wurden.

König Mohammed VI. inspizierte anschließend an Bord eines offenen Wagens die Delegationen aus allen Regionen. Zum Festzug gehört auch die Prunkkutsche, die dem Wagen des Königs folgt. Diese Kutsche ist ein Geschenk von Königin Victoria an Sultan Hassan I. An der Spitze des Festzugs werden zwei Lanzen getragen, die die militärische Macht des Herrschers symbolisieren. In dieser Parade finden sich weitere Symbole, wie beispielsweise der Sonnenschirm, das Inbegriff der Macht der marokkanischen Monarchie. Dieses Symbol gab es bereits in der babylonischen Zeit und wurde ab dem 9. Jahrhundert von den abbasidischen Kalifen übernommen. Am Hofe des Sharifs tauchte der Sonnenschirm im 16. Jahrhundert erstmals auf.