Großherzog Guillaume nimmt zum ersten Mal an der Gruppe der sechs Oberhäupter der deutschsprachigen Länder

Am Dienstag, dem 1. September, trat Großherzog Guillaume dem Kreis der Oberhäupter der deutschsprachigen Länder bei. Großherzog Guillaume und Großherzogin Stéphanie trafen sich in Innsbruck mit den Präsidenten der Schweiz, Österreichs und Deutschlands sowie mit König Philippe und Königin Mathilde von Belgien und dem Erbprinzen Alois und der Erbprinzessin Sophie von Liechtenstein.

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Der österreichische Bundespräsident lädt die Staatschefs und Monarchen der deutschsprachigen Länder nach Innsbruck ein

In diesem Jahr ist Österreich an der Reihe, das traditionelle informelle Treffen der Oberhäupter der deutschsprachigen Länder auszurichten. Dieser Minigipfel der Präsidenten und Staatsoberhäupter der deutschsprachigen Länder findet seit 2004 jährlich statt, mit Ausnahme des Jahres 2020. Dieses zweitägige Treffen wird abwechselnd in jedem teilnehmenden Land ausgerichtet. Am 1. September 2026 wurden die sechs Oberhäupter in Innsbruck von Bundespräsident Alexander Van der Bellen empfangen. Die Gruppe besuchte unter anderem das Restaurant 1809 zu einem Arbeitsessen, nachdem sie den Stubaier Gletscher besichtigt hatte, „um sich mit den Folgen des Klimawandels im Alpenraum auseinanderzusetzen“, wie es aus dem Königspalast in Brüssel heißt.

Großherzog Guillaume und Großherzogin Stéphanie von Luxemburg wurden in Innsbruck in Tirol vom österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen empfangen (Foto: Peter Lechner/HBF/Bundespräsident)
Erste Teilnahme der neuen luxemburgischen Staatsoberhäupter an diesem informellen Treffen (Foto: Peter Lechner/HBF/Bundespräsident)

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Seit der Gründung dieses Gipfeltreffens wurde Luxemburg von Großherzog Henri vertreten, der von seiner Ehefrau Maria Teresa begleitet wurde. Großherzog Henri hatte sich im vergangenen Jahr von der Gruppe verabschiedet, da seine Abdankung für Anfang Oktober vorgesehen war. Sein Sohn, Großherzog Guillaume, trat vor nunmehr elf Monaten seine Nachfolge auf dem großherzoglichen Thron an und war zum ersten Mal zur Teilnahme an dem Treffen eingeladen. Der neue Großherzog von Luxemburg wurde von seiner Gattin, Großherzogin Stéphanie, begleitet.

Erbprinz Alois von Liechtenstein vertritt seinen Vater seit über zwanzig Jahren und nimmt in dessen Namen nach wie vor an dieser Sitzung teil (Foto: Peter Lechner/HBF/Bundespräsident)
Herzliches Wiedersehen zwischen dem deutschen Bundespräsidenten und dem österreichischen Bundespräsidenten sowie zwischen den beiden First Ladies Deutschlands und Österreichs (Foto: Peter Lechner/HBF/Bundespräsident)

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Informelle Treffen bieten die Möglichkeit, sich ungezwungen über verschiedene aktuelle Themen auszutauschen, ohne dass die Oberhäupter einem strengen Protokoll folgen müssen. Eines der Diskussionsthemen in diesem Jahr ist die Zukunft Europas, die auch das zentrale Thema der Ausgabe 2026 des Europäischen Forums in Alpbach ist, das zeitgleich in den österreichischen Alpen stattfindet.

Königin Mathilde und König Philippe von Belgien mit Alexander Van der Bellen und Doris Schmidauer (Foto: Peter Lechner/HBF/Bundespräsident)
Großherzogin Stéphanie und Großherzog Guillaume von Luxemburg neben Präsident Van der Bellen und seiner Gattin (Foto: Maison du Grand-Duc)

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Großherzog Guillaume und Großherzogin Stéphanie nehmen zum ersten Mal am informellen Treffen der Oberhäupter der deutschsprachigen Länder teil

Dieses Treffen hat zudem den Charakter eines Familientreffens, da drei der sechs Länder Monarchien sind und die Herrscher alle Cousins sind. König Philippe von Belgien wird von Königin Mathilde begleitet. König Philippe ist der Cousin ersten Grades von Großherzog Henri, und Großherzog Guillaume ist somit sein Cousin zweiten Grades. Der Erbprinz Alois wurde 2004 von seinem Vater, dem Fürsten Hans-Adam II., offiziell zum Regenten des Fürstentums Liechtenstein ernannt. Seitdem fungiert er als Oberhaupt und verfügt über alle damit verbundenen Befugnisse, mit Ausnahme des Titels. Erbprinz Alois ist der Schwager von Prinzessin Margaretha von Luxemburg, einer der Schwestern von Großherzog Henri. Alois’ Ehefrau, Erbprinzessin Sophie von Liechtenstein, geborene Herzogin von Bayern, ist eine Nachfahrin der Schwester von Königin Elisabeth von Belgien, einer Vorfahrin von König Philippe und Großherzog Guillaume.

Die Erbprinzessin Sophie und der Erbprinz Alois mit Alexander Van der Bellen und Doria Schmidauer (Foto: Peter Lechner/HBF/Bundespräsident)
Von links nach rechts: Caroline Merotto, Guy Parmelin, Elke Büdenbender, Frank-Walter Steinmeier, Erbprinzessin Sophie von Liechtenstein, Erbprinz Alois von Liechtenstein, Doris Schmidauer, Alexander Van der Bellen, Königin Mathilde von Belgien, König Philippe von Belgien, Großherzogin Stéphanie von Luxemburg und Großherzog Guillaume von Luxemburg (Foto: Peter Lechner/HBF/Bundespräsident)

Unter diesen Oberhäuptern befinden sich drei Präsidenten. Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, 70 Jahre alt, in Begleitung seiner Ehefrau Elke Büdenbender. Bundespräsident Steinmeier beendet gerade seine zweite fünfjährige Amtszeit und kann nicht für eine dritte Amtszeit in Folge kandidieren. Anfang des Jahres 2027 wird der Name seines Nachfolgers bekannt gegeben. Es handelt sich also um seine letzte Teilnahme an dem Gipfeltreffen. Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen, 82 Jahre alt, ist in diesem Jahr Gastgeber des Treffens und wird von seiner Ehefrau Doris Schmidauer begleitet. Der österreichische Bundespräsident befindet sich in seiner zweiten sechsjährigen Amtszeit. Der Präsident der Schweizerischen Eidgenossenschaft ist schließlich Guy Parmelin. Er wird von seiner Ehefrau Caroline Merotto begleitet. Der Vorsitz der Schweizer Delegation wird jeweils für ein Jahr von einem anderen Bundesrat wahrgenommen, wobei üblicherweise das Dienstalter als Kriterium gilt.

Arbeitsessen im Restaurant 1809 (Foto: Peter Lechner/HBF/Bundespräsident)

Deutsch ist die Sprache, die von den meisten Ländern des europäischen Kontinents offiziell als Amtssprache anerkannt wird. Deutschland, Österreich, Belgien, Liechtenstein, Luxemburg und die Schweiz haben Deutsch als eine ihrer Landessprachen. Von diesen sechs Ländern sind zwei keine Mitglieder der Europäischen Union: die Schweiz und Liechtenstein. Nur drei Länder haben Englisch als eine ihrer Amtssprachen: das Vereinigte Königreich, Irland und Malta. Französisch liegt an zweiter Stelle hinter Deutsch, da es in fünf Ländern als Amtssprache anerkannt ist: Frankreich, Monaco, Belgien, Luxemburg und die Schweiz. Nach den neuesten Zahlen sprechen weltweit etwa 95 Millionen Menschen Deutsch als Muttersprache, wobei 78 % der Deutschsprachigen in Deutschland leben. Etwa 88 Millionen Menschen mit Deutsch als Muttersprache leben in einem der sechs europäischen Länder, in denen Deutsch zu den Amtssprachen gehört. Die Gesamtbevölkerung dieser sechs Länder beträgt mehr als 115 Millionen Einwohner.

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Nicolas Fontaine

Rédacteur en chef

Nicolas Fontaine est un journaliste spécialisé dans les familles royales et l'histoire des monarchies européennes et mondiales. Nicolas Fontaine a fondé Histoires Royales, le premier média en ligne dédié à l'actualité des têtes couronnées en 2019. nicolas@histoiresroyales.fr