König Frederik X. von Dänemark nahm an der Einweihung eines neuen Ausstellungsraums im Schloss Frederiksborg teil. Im Gebetsraum der Königin in der Kapelle wurde der „Saal der Orden“ eingerichtet. Dieser Ausstellungsraum vermittelt den Besuchern einen Einblick in das dänische Ehrensystem und die Geschichte der dänischen Ritterorden.
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Die Kammer der Orden wurde im Gebetsraum der Königin in der Schlosskapelle von Frederiksborg eingeweiht
Das Schloss Frederiksborg ist der größte Palast Skandinaviens. Der Bau dieses Schlosses begann 1530 unter der Herrschaft von Friedrich II. und wurde 1630 unter der Herrschaft seines Sohnes Christian IV. vollendet. Vier Jahrhunderte später besuchte ihr Nachfahre, Frederik X., das Schloss Frederiksborg, das auch als „dänisches Versailles“ bezeichnet wird, um einen neuen Ausstellungssaal einzuweihen. Das Schloss befindet sich in Hillerød, 35 Kilometer nördlich von Kopenhagen.


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Nach einem Brand im Jahr 1859 musste das Schloss weitgehend wieder aufgebaut werden und wurde ab 1882 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute beherbergt die ehemalige königliche Residenz unter anderem das Nationalmuseum für Geschichte. Neben den prächtigen Gärten und den reich verzierten Räumen des Schlosses werden den Besuchern auch Kunstausstellungen geboten. Künftig können Besucher auch die „Chambre des ordres“ besichtigen, eine neue Ausstellung, die im Gebetsraum der Königin in der Kapelle eingerichtet wird. Die Kapelle ist Sitz des Elefantenordens und des Dannebrog-Ordens, was die Einrichtung der Ausstellung in einem der Räume mit Blick auf einen Balkon der Kapelle rechtfertigt.

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König Frederik X. bewundert die Vitrinen der neuen Ausstellung über die dänischen Orden
„Die Kammer der Orden“ ist eine neue Ausstellung, die den dänischen Ritterorden, Medaillen und königlichen Auszeichnungen gewidmet ist. Die Ausstellung befindet sich neben den Wappen der Mitglieder der beiden wichtigsten dänischen Orden, die in dieser Kapelle ausgestellt sind. Zu bewundern sind dort die Insignien des Elefantenordens, des Dannebrog-Ordens, die Verdienstmedaille, die Belohnungsmedaille, die „Ingenio et Arti“-Medaille sowie mehrere seltene Orden, die heute nicht mehr verliehen werden.

Der Elefantenorden ist der älteste und prestigeträchtigste dänische Orden. In seiner heutigen Form ist er seit 1580 bekannt, seine historischen Wurzeln reichen jedoch bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts zurück. Der Dannebrog-Orden, der nach der dänischen Flagge benannt ist, wurde 1671 von König Christian gestiftet, der sich dabei von den Traditionen des mittelalterlichen Rittertums inspirieren ließ. Dieser Orden bildet den Übergang zwischen den Ritterorden und den heutigen Verdienstorden, die als Ehrung für geleistete Dienste verliehen werden. Seit 1808 wird der Orden an dänische Staatsbürger verliehen, ohne Unterschied der sozialen Klasse.



Die Ausstellung zeichnet die Geschichte der verschiedenen Orden nach, präsentiert die Orden und Medaillen und bietet den Besuchern zudem die Gelegenheit, vier Personen kennenzulernen, die ausgezeichnet wurden. Diese vier Dänen waren auch bei der Eröffnungsfeier in Anwesenheit von König Frederik anwesend.


Das Schloss Frederiksborg unterstreicht die Bedeutung dieses neuen Ausstellungsraums, der für die Öffentlichkeit von großem Interesse ist, da er auch die Möglichkeit bietet, diese prächtige Kapelle zu entdecken, die von König Christian IV. in Auftrag gegeben und 1617 fertiggestellt wurde. Zu Lebzeiten des Königs wurde die Kapelle den Einwohnern nach der Zerstörung der Pfarrkirche durch einen Brand zugänglich gemacht. Sie ist bis heute die Pfarrkirche der Stadt. Während der Zeit der absoluten Monarchie wurden die dänischen Könige in dieser Kapelle gesalbt. Im Jahr 1694 bestimmte König Christian V. sie zur Kapelle der dänischen Ritterorden, eine Funktion, die sie bis heute erfüllt.