Großherzog Guillaume und Großherzogin Stéphanie haben ihren sechsten Höflichkeitsbesuch seit Guillaumes Thronbesteigung absolviert. Die luxemburgischen Herrscher wurden am Mittwoch vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron im Élysée-Palast empfangen.
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Großherzog Guillaume und Großherzogin Stéphanie wurden von Emmanuel Macron im Élysée-Palast empfangen
Am 3. Oktober 2025 dankte Großherzog Henri von Luxemburg im Alter von 70 Jahren ab, im Jahr seines 25-jährigen Regierungsjubiläums. Sein Sohn Guillaume, der bereits seit einem Jahr das Amt des stellvertretenden Großherzogs innehatte, bestieg an diesem denkwürdigen Tag den großherzoglichen Thron. Nach der Abdankung seines Vaters legte Guillaume im Abgeordnetenhaus als neues Oberhaupt seinen Eid ab. Die Feierlichkeiten setzten sich am Abend mit der ersten Gala der Regierungszeit von Großherzog Guillaume fort. Der französische Präsident Emmanuel Macron nahm an dieser Gala teil, ebenso wie der deutsche Bundespräsident, der König der Belgier und der König der Niederlande.



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Dies ist bereits der sechste Höflichkeitsbesuch, den der 44-jährige Großherzog Guillaume und die 42-jährige Großherzogin Stéphanie im Rahmen ihrer Besuche bei ihren Nachbarn und Freunden absolvieren. Präsident Emmanuel Macron und seine Gattin Brigitte hatten an der Inthronisierungsgala von Guillaume teilgenommen. Am 1. Juli empfing das französische Präsidentenpaar Guillaume und Stéphanie zum ersten Mal als Herrscher im Élysée-Palast. Der Élysée-Palast ist zudem eng mit der Geschichte von Guillaumes Familie verbunden. Die letzte Bewohnerin dieses Stadtpalais vor der Revolution war Prinzessin Bathilde d’Orléans, Prinzessin von Condé. Prinzessin Bathilde war eine Nachfahrin Ludwigs XIV., genau wie Großherzog Guillaume. Sie war zudem die Tante von Louis-Philippe I., einem Vorfahren von Großherzog Guillaume.


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Sechster Höflichkeitsbesuch der neuen luxemburgischen Herrscher
Am 24. Oktober 2025 war Großherzog Guillaume gerade einmal seit zwanzig Tagen Oberhaupt, als er sich bereits in Begleitung von Großherzogin Stéphanie auf den Weg nach Belgien machte, um seinen ersten Besuch als neuer Großherzog von Luxemburg abzuhalten. Da der König der Belgier und der Großherzog von Luxemburg sowohl Nachbarn als auch Cousins sind, war das Ziel dieses ersten Besuchs – wenig überraschend – Brüssel. Der zweite Höflichkeitsbesuch fand in Deutschland, dem Nachbarland Luxemburgs, statt, wo Großherzog Guillaume und Großherzogin Stéphanie am 27. Oktober von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfangen wurden.


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Am 19. November statteten Großherzog Guillaume und Großherzogin Stéphanie ihren dritten Besuch ab, diesmal in den Niederlanden. Die Herrscher der Niederlande und Luxemburgs haben eine gemeinsame Familiengeschichte und stammen beide aus einem Zweig der Familie von Nassau. Die Niederlande und Luxemburg bilden zusammen mit Belgien die Benelux-Staaten, und auch wenn sie keine gemeinsame Grenze haben, stehen sich die beiden Länder diplomatisch und geografisch sehr nahe.


Der vierte und der fünfte Höflichkeitsbesuch hatten eine andere, wahrscheinlich eher symbolische Bedeutung. Die neuen Herrscher trafen sich am 23. Januar 2026 im Vatikan mit Papst Leo XIV. und anschließend am 5. März 2026 mit König Felipe VI. und Königin Letizia von Spanien. Der Besuch im Vatikan erinnert an die Nähe der großherzoglichen Familie zum Heiligen Stuhl und an das Privileg, in Weiß gekleidet zu sein, das der Großherzogin von Luxemburg in ihrer Eigenschaft als katholische Herrscherin gewährt wird. Der Besuch in Spanien hingegen erinnert daran, dass König Felipe und Großherzog Guillaume heute die einzigen beiden noch amtierenden Monarchen aus dem Hause Bourbon sind.


