Am 21. Juli 2026 nahm die belgische Königsfamilie an den verschiedenen Veranstaltungen zum Nationalfeiertag teil. Nach der traditionellen Militärparade begaben sich König Philippe, Königin Mathilde, Prinzessin Elisabeth, Prinz Gabriel, Prinz Emmanuel und Prinzessin Éléonore auf einen Platz im Zentrum von Brüssel, um gemeinsam mit der Bevölkerung Pommes frites zu essen.
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Die belgische Königsfamilie ganz nah am Volk beim Nationalfeiertag
Der Place du Jeu de Balle im Herzen der Marolles, einem beliebten und zentral gelegenen Viertel von Brüssel, verkörpert ganz für sich allein einen ganzen Teil der Brüsseler Identität. Dieser Platz ist ein Ort des Lebens, der seit 1873 von Trödlern und Antiquitätenhändlern belebt wird und für fröhliches Durcheinander, den Austausch der Kulturen und die Freude am Zusammenkommen steht. Am Vorabend des Nationalfeiertags findet hier jedes Jahr der „Bal national“ statt, ein geselliger Abend, an dem junge Talente und beliebte Künstler auftreten.


Am 21. Juli 2026 begab sich die belgische Königsfamilie, nachdem sie am Vormittag dem Te Deum und am Nachmittag der Militärparade beigewohnt hatte, zur Place du Jeu de Balle, um am großen Muschel-Pommes-Essen teilzunehmen. Während sie dieses typisch belgische Gericht genossen, verfolgten die Teilnehmer des Abendessens eine Parade von Majoretten, begleitet von Fanfaren und Akkordeonmusik. König Philippe, Prinz Gabriel und Prinzessin Élisabeth legten ihre Militäruniformen ab, um sich unter die Bevölkerung zu mischen und diesen Moment in einer Guinguette zu genießen.



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Der König und die Königin der Belgier essen Muscheln im „Resto national“
Es ist eine symbolträchtige und bedeutungsvolle Entscheidung der königlichen Familie, bei dieser Veranstaltung dabei zu sein, die den Volksgeist Brüssels widerspiegelt. Das „Resto national“ bringt Bürger an Tischen für acht Personen zusammen, ist aber auch ein großer Moment des Miteinanders, da es bedürftige Menschen willkommen heißt. Dank der Initiative „ Tout le monde à table“ konnten benachteiligte Bürger gegen einen symbolischen Beitrag von einem Euro an den Feierlichkeiten teilnehmen.



Der Verzehr von Miesmuscheln ist in den ehemaligen Niederlanden seit mehreren Jahrhunderten belegt. Die Miesmuscheln stammten hauptsächlich aus den Muschelbänken der Nordsee, und ab dem 19. Jahrhundert erleichterte der Ausbau des Eisenbahnnetzes ihren Transport. So wurden Miesmuscheln zu einem erschwinglichen und bei den unteren Bevölkerungsschichten sehr beliebten Nahrungsmittel, bevor sie schließlich alle Bevölkerungsschichten für sich gewannen.


Was die Pommes frites angeht, die von den Belgiern als ihre Erfindung beansprucht werden, so werden sie erst in Kombination mit Muscheln zu einem Nationalgericht. Obwohl Muscheln mit Pommes frites mit allen möglichen Soßen gegessen werden, bleibt die Mayonnaise die Königin unter den Soßen, deren Rezept seit 1955 sogar gesetzlich geregelt ist und 2016 durch einen von König Philippe unterzeichneten königlichen Erlass überarbeitet wurde.