König Philippe besuchte am Dienstag das Gefängnis von Antwerpen, eine Haftanstalt, die unter Überbelegung leidet. Der belgische König sprach zu diesem Thema mit Gefängnisleitern und Insassen.
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König Philippe unterhält sich mit Häftlingen
Die Überbelegung der Gefängnisse erreicht in Belgien Rekordwerte. Die Gefängnisse des Landes bieten theoretisch Platz für etwa 11.000 Häftlinge, doch derzeit befinden sich 13.500 Personen in Haft. Die RTBF berichtete Anfang des Jahres, dass „578 Häftlinge auf einer Matratze direkt auf dem Boden schliefen“. Die Situation ist auch für das Gefängnispersonal unhaltbar, das zunehmend unter Druck steht.



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König Philippe von Belgien, 66 Jahre alt, besorgt über die Lage und beunruhigt über die Bedingungen, unter denen sowohl die Häftlinge als auch das Personal leiden, besuchte am 9. Juni 2026 das Gefängnis von Antwerpen. „Ich höre sehr aufmerksam zu“, betonte der König einleitend. RTL erklärt, dass das Gefängnis von Antwerpen, in dem 600 Häftlinge untergebracht sind, obwohl seine Kapazität nur 400 Personen beträgt, ein besorgniserregender Fall ist. „Zusammen mit Lüttich ist es in dieser Hinsicht zweifellos das berüchtigtste Gefängnis des Landes“. Die Auslastung des Gefängnisses lag im Januar 2026 bei 121 %. Hinzu kommen noch die 3.200 Verurteilten, die auf einen Platz im Gefängnis warten.

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Die Überbelegung der Gefängnisse erreicht in Belgien einen neuen Höchststand
Dieser Besuch bot König Philippe die Gelegenheit, dem Personal Fragen zu stellen, um sich ein besseres Bild vom Alltag in den Justizvollzugsanstalten zu machen. Der Königspalast betont, dass sich der Staatschef auch für „die Bemühungen zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen und der noch bestehenden Probleme“ interessiert habe. Für die Internationale Beobachtungsstelle für Gefängnisse (OIP) ist die Bilanz äußerst alarmierend und die Folgen „sind dramatisch“.


In ihrem Bericht hebt die OIP hervor, welche Folgen diese Überbelegung hat: „ Spannungen zwischen den Häftlingen, zunehmend schwierige Lebensumstände, Mangel an Privatsphäre, problematische Hygiene, Verschlechterung der körperlichen oder geistigen Gesundheit der Häftlinge, mangelnde Betreuung durch Ärzte, Sozialarbeiter und Psychologen, Schwierigkeiten bei der Organisation von Familienbesuchen, Aktivitäten und Schulungen, reduzierte Anzahl an Duschen, Matratzen auf dem Boden oder gar fehlende Matratzen… “ Die OIP prangert „die Verantwortung des belgischen Staates“ an, der „die volle und uneingeschränkte Verantwortung für das Problem der Überbelegung der Gefängnisse und die daraus resultierenden Menschenrechtsverletzungen der Häftlinge trägt“.

