König Philippe von Belgien nahm im Botanischen Garten von Meise an den Feierlichkeiten zum hundertjährigen Bestehen des Virunga-Nationalparks teil. Die Anwesenheit des Monarchen bei dieser Feier unterstreicht die Bedeutung des Schutzes dieses Naturraums in der Demokratischen Republik Kongo.
König Albert I. gründete 1926 den Virunga-Nationalpark
Nach einer Erkundungsreise in Nord-Kivu im Jahr 1921 kam der amerikanische Naturforscher Carl Akeley auf die Idee, in der Region der Virunga-Berge ein Naturschutzgebiet zu gründen. Der Nationalpark wurde 1926 von König Albert I. gegründet und erhielt den Namen Albert-Park. Es handelt sich um den ersten Nationalpark Afrikas. Im Jahr 1935 wurde er von seinem Sohn, König Leopold III., auf das Zwanzigfache seiner ursprünglichen Fläche erweitert.


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Am 29. Juni 2026 besuchte der 66-jährige König Philippe von Belgien den Botanischen Garten von Meise nördlich von Brüssel, wo eine Feier zum 100-jährigen Jubiläum des Virunga-Nationalparks stattfand. Neben der Jubiläumsfeier sollte die Veranstaltung auch informativen Charakter haben. Ziel der Feier war es, das Bewusstsein für die Herausforderungen beim Schutz dieser Region zu schärfen.

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Dieser Park gehört aufgrund seines artenreichen Ökosystems zum UNESCO-Weltkulturerbe. Trotz dieser Anerkennung befindet sich der Park mitten im Zentrum internationaler Konflikte. Er ist sowohl durch Kriege als auch durch illegale Aktivitäten bedroht. Trotz dieser Bedrohungen konnten der Umweltschutz und die nachhaltige Entwicklung zum Wohle der lokalen Bevölkerung aufrechterhalten werden.

Bei dieser Veranstaltung wurde König Philippe über das von der Europäischen Union finanzierte Projekt „Grüner Korridor Kivu-Kinshasa“ informiert, das sich am Erfolg des Virunga-Nationalparks orientiert. Ziel dieses Projekts ist es, das Kongobecken in einen grünen Korridor zu verwandeln und es zum größten geschützten Tropenwaldgebiet der Welt zu machen. Das Gebiet wird sich über 544.270 km² erstrecken, was der Fläche Frankreichs entspricht. „Diese ehrgeizige Initiative vereint Naturschutz, wirtschaftliche Entwicklung und den Schutz der Gemeinden“, heißt es auf der Website des von Félix-Antoine Tshisekedi Tshilombo ins Leben gerufenen Projekts.

„Um seine Vision zu verwirklichen, bemüht sich der ‚Grüne Korridor‘, Investitionen in Höhe von 1 Milliarde Dollar aus dem privaten Sektor zu mobilisieren, um eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben“. Bereits 100 Millionen Dollar wurden gesammelt. Bis 2030 soll die Initiative eine halbe Million Arbeitsplätze schaffen und eine Million Tonnen landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus Nord-Kivu verarbeiten und nach Kinshasa transportieren, um die Anbindung zwischen dem Osten des Landes und der Hauptstadt zu verbessern.