Brand im Hohen Venn: König Philippe trifft sich mit den Einsatzkräften

König Philippe besuchte am Montag das Krisenzentrum der Provinz in Vottem, um die Einsatzkräfte zu treffen, die seit mehreren Tagen in den Fagnes im Einsatz sind. Der Brand, der diese Naturregion seit vier Tagen heimsucht, ist bereits der größte, den Belgien je erlebt hat.

Lesen Sie auch: König Philippe am Ort des Geschehens nach dem tödlichen Brand im Zentrum von Brüssel

Der König der Belgier begibt sich zum Ort des schlimmsten Waldbrands in der Geschichte Belgiens

Am Freitag, dem 14. August 2026, breitete sich nach wochenlanger Trockenheit und aufgrund der seit Beginn des Sommers herrschenden Hitzewelle ein Feuer rasend schnell in den Hohen Venn aus. Dabei handelt es sich um ein Naturgebiet an der deutschen Grenze in der Provinz Lüttich. Am Montag, dem 17. August, belief sich die Bilanz auf 3.000 Hektar, die in Flammen aufgegangen waren. König Philippe, der sich seit Ende Juli im Urlaub befindet, begab sich am Montagvormittag zum Ort des Geschehens.

König Philippe lässt sich im Krisenstab der Provinz informieren (Foto: Königspalast)
König Philippe besuchte das Krisenzentrum der Provinz in Vottem, in der Gemeinde Herstal, in der Provinz Lüttich (Bild: Histoires Royales)

Lesen Sie auch: König Philippe besucht die Betroffenen nach einem tödlichen Brand in Antwerpen

König Philippe besuchte das Krisenzentrum der Provinz im Dorf Vottem in der Gemeinde Herstal. Der Monarch ließ sich über die Lage informieren und begab sich anschließend zum Koordinationszentrum, das sich im Dorf Sourbrodt in der Gemeinde Waimes befindet. Dort traf das Oberhaupt die im Einsatz befindlichen Teams und Freiwilligen. König Philippe erfuhr, dass die Bewohner mehrerer Ortschaften vorsorglich evakuiert worden waren, obwohl derzeit keine reale Gefahr besteht, dass Wohnhäuser betroffen sein könnten.

König Philippe trifft sich mit den Teams im Hohen Venn (Foto: Königspalast)
Die Feuerwehrleute erläutern ihre Einsätze vor Ort (Foto: Königspalast)

Lesen Sie auch: König Philippe krönt Antonelli in Spa-Francorchamps, nachdem er seinen ersten F1-Grand-Prix von Belgien besucht hatte

In diesem Sommer unternahm König Philippe mehrere Besuche im Zusammenhang mit Bränden. Am 1. Juli kam es in einem Wohnhaus in Antwerpen zu einem tödlichen Brand. Einige Tage später, am 14. Juli, brach mitten im Zentrum von Brüssel in einem im Bau befindlichen Gebäude ein Feuer aus. Sechs Menschen kamen bei dieser Tragödie ums Leben.

König Philippe verschafft sich in einem Polizeiwagen einen Überblick über die Lage (Foto: Königspalast)

Seit 1957 stehen die Naturgebiete der Hohen Venn als staatliches Naturschutzgebiet unter Schutz, und seit 1971 ist das Schutzgebiet Teil des Naturparks „Hohes Venn–Eifel“. Die deutsche Bundeswehr hat Belgien zwei NH-90-Hubschrauber zur Verfügung gestellt, und vorerst hat sich das Feuer etwa 300 Meter vor der deutschen Grenze nicht weiter ausgebreitet. Der Wind spielt eine erhebliche Rolle bei der Ausbreitung des Feuers, doch glücklicherweise waren die Wetterbedingungen am Montag endlich günstiger für die Arbeit der Feuerwehr. Es regnete, und der Wind drehte.

Der König der Belgier dankt den Einsatzkräften, die in den letzten Tagen zur Eindämmung des Feuers im Einsatz waren (Foto: Königspalast)

Die Besonderheit der Hohen Venn, die aus Heideflächen und Wäldern bestehen, liegt in ihrem Boden. Der Boden dieser Region ist ein Moor, eine Ansammlung von verrottendem organischem Material. Torf ist ein Brennstoff, was bedeutet, dass sich das Feuer auch im Boden ausbreitet – ohne Flammen und ohne Sauerstoffbedarf. Der sumpfige Torf erschwert zudem die Arbeit der Einsatzkräfte.

Avatar-Foto
Nicolas Fontaine

Rédacteur en chef

Nicolas Fontaine est un journaliste spécialisé dans les familles royales et l'histoire des monarchies européennes et mondiales. Nicolas Fontaine a fondé Histoires Royales, le premier média en ligne dédié à l'actualité des têtes couronnées en 2019. nicolas@histoiresroyales.fr