An diesem Donnerstag verbringen Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako den dritten und letzten Tag ihres Staatsbesuchs in Belgien. In Begleitung von König Philippe und Königin Mathilde besuchte der japanische Monarch eines der ungewöhnlichsten Denkmäler Brüssels, den Japanischen Turm, der von Leopold II. am Rande des Königlichen Anwesens von Laeken erbaut wurde.
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König Philippe führt durch ein Wahrzeichen Brüssels, das von japanischen Pagoden inspiriert ist
Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako von Japan beenden am 25. Juni 2026 ihren dreitägigen Staatsbesuch in Belgien. Das Kaiserpaar verbrachte zwar insgesamt sechs Tage in Belgien, doch die ersten drei Tage waren nicht Teil des offiziellen Programms des Staatsbesuchs. Bevor sie sich von ihren belgischen Gastgebern verabschiedeten, besuchten Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako gemeinsam mit König Philippe noch einmal den Japanischen Turm.

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Während dieses Staatsbesuchs waren der Kaiser und die Kaiserin im Schloss Laeken, der Residenz der königlichen Familie, untergebracht. An diesem Donnerstag mussten der Kaiser und die Kaiserin keine weite Strecke zurücklegen, da sich der Japanische Turm am Rande des königlichen Anwesens von Laeken befindet. Es handelt sich um ein Denkmal, das auf Wunsch von König Leopold II. errichtet wurde, der von der Entwicklung des Handels mit Asien fasziniert war. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gab es zudem eine kulturelle und künstlerische Strömung, die vom Orient, insbesondere von China und Japan, inspiriert war.
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Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako bewundern die Dekorationen im Japanischen Turm
Der Japanische Turm wurde am Rande des Königlichen Anwesens von Laeken errichtet, das sich am nördlichen Rand der Region Brüssel befindet. Damals diente dieser Turm als symbolischer Eingang zu Brüssel und war als Hommage an Asien gedacht, die die Weltoffenheit Belgiens symbolisierte. Der Bau begann 1901 und wurde 1904 fertiggestellt. Leopold II. hatte dieses Projekt dem Architekten Alexandre Marcel anvertraut, einem Spezialisten für exotische Architektur.

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Nach Angaben der Régie des bâtiments ist dieser 40 Meter hohe Turm zwar von traditionellen japanischen Pagoden inspiriert, stellt jedoch eine europäische Schöpfung dar, die dem orientalistischen Geschmack jener Zeit angepasst ist. Der Japanische Turm wurde auf einem Gelände errichtet, das ganz dem Orient gewidmet ist, denn zu seinen Füßen befindet sich der prächtige Chinesische Pavillon. Am Eingang des Geländes befindet sich zudem ein kleiner Empfangspavillon, der im Rahmen der Weltausstellung in Paris errichtet wurde. Er wurde nach der Expo abgebaut und in Laeken wieder aufgebaut. Das „Pagoden-Gelände“, zu dem der Japanische Turm, die Pavillons und der Chinesische Pavillon gehören, ist seit einigen Jahren aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit geschlossen. Die Öffnung für die japanischen Staatsoberhäupter war daher eine Ausnahme.

Im Inneren des Japanischen Turms erhielten Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako Erläuterungen zu den Dekorationen, deren Ornamente zum Großteil tatsächlich aus Japan stammen. Bei einigen Dekorationselementen handelt es sich um Ornamente, die aus japanischen Mausoleen des 18. Jahrhunderts stammen. Das Gebäude umfasst verschiedene dekorative Elemente, deren Herstellung besonderes handwerkliches Können erfordert, wie beispielsweise Buntglasfenster, getriebene Kupferplatten, Intarsien und Stuckleisten. Außerdem ist eine Sammlung japanischen Porzellans und dekorativer Kunst ausgestellt.

Nach diesem Besuch in einem der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Brüssels wollten König Philippe und Königin Mathilde ihren Gästen noch die Gewächshäuser von Laeken zeigen. Der Kaiser und die Kaiserin von Japan besichtigten gemeinsam mit den belgischen Monarchen die prächtigen Gewächshäuser, die an das Schloss von Laeken angrenzen. Anschließend verabschiedeten sich König Philippe und Königin Mathilde vom japanischen Kaiserpaar.