Fürst Albert II. und Fürstin Charlène bekunden nach der Explosion eines Sprengstoffpakets ihre Unterstützung für die Sicherheitskräfte

Die Kriminalitätsrate im Fürstentum Monaco gehört zu den niedrigsten weltweit. Am Montagabend wurden jedoch drei Menschen durch die Explosion eines Sprengsatzes verletzt. Fürst Albert II. und Fürstin Charlène besuchten am Dienstag die Sicherheitskräfte, um den Einsatzkräften ihre Unterstützung zu bekunden, während die Ermittlungen weiterlaufen.

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Nachdem sie die ganze Nacht über auf dem Laufenden gehalten worden waren, begaben sich Albert und Charlène zu den Einsatzkräften

Am Montag, dem 29. Juni 2026, wurde im Eingangsbereich einer Wohnanlage in Monaco ein Paket mit einer Sprengfalle entdeckt. Da die Kriminalitätsrate im Fürstentum so niedrig ist, sorgte dieser Mordversuch für großes Aufsehen in der internationalen Presse. Fürst Albert II. und Fürstin Charlène waren an diesem Tag zusammen mit ihren Zwillingen und Prinzessin Stéphanie im Europa-Park, um den neuen monegassischen Bereich dieses deutschen Freizeitparks einzuweihen.

Fürst Albert II. und Fürstin Charlène bei der Feuerwehr am 30. Juni 2026 (Foto: Michaël Alesi / Fürstenpalast)
Das Fürstenpaar trifft sich mit den Einsatzkräften (Foto: Michaël Alesi / Fürstenpalast)
Die Feuerwehr rückte am Abend des 29. Juni zum Einsatzort aus (Foto: Michaël Alesi / Fürstenpalast)

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Die Sûreté publique und die Force publique, also die monegassische Polizei bzw. die monegassische Armee, verzeichnen im Fürstentum in der Regel weniger als 900 Straftaten pro Jahr.  Im Jahr 2025 sprach der Direktor der Sûreté publique, Éric Arella, bei seiner Jahresbilanz von einer „moderaten und insgesamt gut unter Kontrolle gehaltenen Kriminalität“ in Monaco. Diese Straftaten betreffen hauptsächlich Einbrüche, einfache Diebstähle und Drogendelikte. Im Jahr 2024 beispielsweise handelte es sich bei nur 4 Straftaten um strafrechtliche oder kriminelle Delikte. Es gab lediglich „ zwei Fälle von versuchter vorsätzlicher Tötung und zwei bewaffnete Raubüberfälle“.

Fürstin Charlène hört sich die Erklärungen der Feuerwehrleute an (Foto: Michaël Alesi / Fürstenpalast)
Der Prinz und die Prinzessin von Monaco wurden die ganze Nacht über über die Lage auf dem Laufenden gehalten (Foto: Michaël Alesi / Fürstenpalast)
Fürst Albert II. besuchte die Kaserne bereits am Tag nach der Explosion (Foto: Michaël Alesi / Fürstenpalast)

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Das Fürstenpaar nimmt an einer Besprechung teil, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen

Fürst Albert II. und Fürstin Charlène, die die ganze Nacht über über den Verlauf der Ermittlungen auf dem Laufenden gehalten wurden, begaben sich bereits am Dienstag zur Feuerwache. Dort trafen sie Oberst Tony Varo und Oberst Maxime Yvrard sowie die Einsatzkräfte, die am Vortag am Ort der Explosion im Einsatz waren. Bei dem Besuch bekräftigten die Herrscher gegenüber den Einsatzkräften „ihr volles Vertrauen, dass sie Licht in dieses tragische Ereignis bringen werden“, berichtet der Fürstenpalast. Der Verdächtige ist weiterhin auf der Flucht und wird aktiv gesucht.

Das Oberhaupt und seine Gattin nehmen an einer Informationsveranstaltung teil (Foto: Michaël Alesi / Fürstenpalast)
Die Leitung der öffentlichen Sicherheit gibt einen Überblick über die Lage (Foto: Michaël Alesi / Fürstenpalast)

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Vor dem Besuch der Kaserne begaben sich das monegassische Oberhaupt und seine Gattin zum Hauptquartier der Direktion für öffentliche Sicherheit, wo sie an einer Unterrichtung über den Stand der Ermittlungen teilnahmen. Der Kontrollbeauftragte und sein Stab gaben in Anwesenheit des Staatsministers Christophe Mirmand, des Staatssekretärs für Justiz, Samuel Velta Simon, und des Regierungsberaters des Fürstentums sowie Innenministers Lionel Beffre einen Überblick über die Lage.

Fürst Albert und Fürstin Charlène sehen sich die Aufnahmen der Videoüberwachung an (Foto: Michaël Alesi / Fürstenpalast)

Vier unverletzte Personen wurden aufgrund ihres Schockzustands ins Krankenhaus gebracht, drei Personen wurden verletzt, darunter zwei schwer: ein 13-jähriger Jugendlicher und ein Paar im Alter von 50 bis 60 Jahren. Derzeit schwebt die Frau dieses Paares offenbar noch in Lebensgefahr. Während der Generalstaatsanwalt des Fürstentums, Stéphane Thibault, sich weigert, die Identität des mutmaßlichen Ziels dieses Sprengstoffpakets zu bestätigen, tauchte der Name in der ausländischen Presse schnell auf. Es soll sich um Vadim Ermolaev handeln, einen aus der Ukraine stammenden Oligarchen. Gegen diesen in Monaco ansässigen Mann verhängt die ukrainische Regierung seit mehr als zwei Jahren Sanktionen. Laut BFM sollen die beiden Opfer übrigens Vadim Ermolaev und seine Ehefrau sein. Die Generalstaatsanwaltschaft ging davon aus, dass es sich „wahrscheinlich um einen Anschlag“ handele.

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Nicolas Fontaine

Rédacteur en chef

Nicolas Fontaine est un journaliste spécialisé dans les familles royales et l'histoire des monarchies européennes et mondiales. Nicolas Fontaine a fondé Histoires Royales, le premier média en ligne dédié à l'actualité des têtes couronnées en 2019. nicolas@histoiresroyales.fr